für Erwachsene

Unsere Angebote für Erwachsene

Die Impulse vertiefen die im Gottesdienst gehören Bibelworte. Das Alte und das Neue Testament sind aufeinander bezogen und erhellen sich gegenseitig. Die Lesungen werfen also ein Licht auf das Evangelium und fördern so dessen Verständnis. Gemeinsam entdecken wir wie die Botschaft von Gottes Barmherzigkeit in den vielfältigen Texten der Bibel zur Sprache kommt. 

Ort: im Pfarreizentrum 
Zeit: 11 Uhr nach dem Gottesdienst

Sonntag, 14. Juni: Fronleichnam   
Das Fest Fronleichnam hat sich im 13. Jahrhundert entwickelt und spiegelt die theologischen Auseinandersetzungen dieser Zeit um die Art und Weise der Gegenwart Christi während der Feier des Gottesdienstes. Im Zeitalter der Reformation wurde dieses Fest dann verstärkt mit Prozessionen begangen, um so auch politisch die Verschiedenheit der Konfessionen zu betonen.

Pfingstmontag
Pfingsten
Evangelium nach Johannes – Samstag der 7. Osterwoche
Evangelium nach Johannes – Freitag der 7. Osterwoche
Evangelium nach Johannes – Donnerstag der 7. Osterwoche
Evangelium nach Johannes – Mittwoch der 7. Osterwoche
Evangelium nach Johannes – Dienstag der 7. Osterwoche
Evangelium nach Johannes – Montag der 7. Osterwoche
7. Sonntag der Osterzeit – Evangelium nach Johannes 17,1-11a
Evangelium nach Johannes – Samstag der 6. Osterwoche
Evangelium nach Johannes – Freitag der 6. Osterwoche
Christi Himmelfahrt
Evangelium nach Johannes – Mittwoch der 6. Osterwoche
Evangelium nach Johannes – Dienstag der 6. Osterwoche
Evangelium nach Johannes – Montag der 6. Osterwoche
6. Sonntag der Osterzeit – Evangelium nach Johannes 14,15-21
Evangelium nach Johannes – Samstag der 5. Osterwoche
Evangelium nach Johannes – Freitag der 5. Osterwoche
Evangelium nach Johannes – Donnerstag der 5. Osterwoche
Evangelium nach Johannes – Mittwoch der 5. Osterwoche
Evangelium nach Johannes – Dienstag der 5. Osterwoche
Evangelium nach Johannes – Montag der 5. Osterwoche
5. Sonntag der Osterzeit – Evangelium nach Johannes 14,1-12
Evangelium nach Johannes – Samstag der 4. Osterwoche
Evangelium nach Johannes – Samstag der 4. Osterwoche
Evangelium nach Johannes – Donnerstag der 4. Osterwoche
Evangelium nach Johannes – Mittwoch der 4. Osterwoche
Evangelium nach Johannes – Dienstag der 4. Osterwoche
Evangelium nach Johannes – Montag der 4. Osterwoche
4. Sonntag der Osterzeit – Evangelium nach Johannes
Evangelium nach Johannes – Samstag der 3. Osterwoche
Evangelium nach Johannes – Freitag der 3. Osterwoche
Evangelium nach Johannes – Donnerstag der 3. Osterwoche
Evangelium nach Matthäus – Mittwoch der 3. Osterwoche
Evangelium nach Johannes – Dienstag der 3. Osterwoche
Evangelium nach Johannes – Montag der 3. Osterwoche
3. Sonntag der Osterzeit – Evangelium nach Johannes 21,1-14
Evangelium nach Markus – Samstag nach Ostern
Evangelium nach Johannes – Freitag der 2. Osterwoche
Evangelium nach Johannes – Donnerstag der 2. Osterwoche
Evangelium nach Johannes – Mittwoch der 2. Osterwoche
Evangelium nach Johannes – Dienstag der 2. Osterwoche
Evangelium nach Johannes -Montag der 2. Osterwoche
2. Sonntag der Osterzeit – Evangelium nach Johannes
Evangelium nach Markus – Samstag nach Ostern
Evangelium nach Johannes – Freitag nach Ostern
Evangelium nach Lukas – Donnerstag nach Ostern
Evangelium nach Johannes – Mittwoch nach Ostern
Evangelium nach Matthäus – Dienstag nach Ostern
Evangelium nach Lukas  – Ostermontag
Evangelium nach Johannes – Ostersonntag
Evangelium nach Matthäus – Osternacht
Hauskirche am Karfreitag, 10. April
Hauskirche am Hoher Donnerstag, 9. April
Mittwoch, 8. April – Joh 12, 1-10
Dienstag, 7. April – Joh 10, 22-39
Palmsonntag, 5. April
Samstag, 4. April – Joh 10,1-21
Freitag, 3. April – Joh 8, 31-59
Donnerstag, 2. April – Joh 8, 1-11
Mittwoch, 1. April – Joh 7, 37-53
Dienstag, 31. März – Joh 6, 22-59
Montag, 30. März – Joh 5, 1-25
Sonntag, 29. März – Joh 4, 46-54
Samstag, 28. März – Joh 3,1-21
Freitag, 27. März – Joh 2,1-12
Donnerstag, 26. März – Johannes Kapitel 1

Spiritualität erfahren

Die Eucharistie, unser Gottesdienst, ist die tiefste Form der Spiritualitätsvertiefung. In dieser Zeit können wir über das Internet bei folgenden Feiern mitbeten:

Kloster Einsiedeln > https://youtu.be/S092ZkfDCeI
Bistum St. Gallen > bistumsg-live.ch
aus dem Vatican>www.vaticannews.va/de/papst.html

Gerade in einer Zeit der Unsicherheit, Ohnmacht und Angst sehnen wir uns nach Halt, Zuversicht, Hoffnung und Liebe. Als Christinnen und Christen tragen wir den Glauben an Gottes Liebe in uns und diese Botschaft möchten wir in die Welt hinaustragen. Aber weil wir die direkte Begegnung momentan meiden sollen und uns doch nach Gemeinschaft sehnen, sind wir auf andere Kanäle angewiesen.

Als Pfarrei möchten wir auch in dieser schwierigen Zeit füreinander da sein. In unseren Gebeten dürfen wir uns miteinander verbunden fühlen. Und in kurzen Gedanken und schönen Bildern möchten wir die frohe Botschaft Jesu als kleine Zeichen der Hoffnung und der Liebe Gottes auf diesem Weg weitergeben.
Bilder: Pixabay /zvg.


Pfingstmontag, 1. Juni

Mach alles neu!
Durch Dich
Heiliger Geist
Kann alles neu werden
Gib uns neue Gedanken
Und lass uns das Undenkbare denken
Gib uns neue Gefühle
Und lass uns das Unbegreifbare fühlen
Gib uns neue Taten
Und lass uns das Unmögliche tun
Gib uns ein neues Herz
Und lass uns dem Unfassbaren Raum geben
Mach alles neu
Und lass uns Deine neue Welt sein
Hier auf Erden

Anton Rotzetter

 

Sonntag, 31. Mai – Pfingsten

Pfingstsequenz
Komm herab, o Heilger Geist, der die finstre Nacht zerreisst,
strahle Licht in diese Welt. 
Komm, der alle Armen liebt, komm, der gute Gaben gibt,
komm, der jedes Herz erhellt.
Höchster Tröster in der Zeit, Gast, der Herz und Sinn erfreut,
köstlich Labsal in der Not.
In der Unrast schenkst du Ruh, hauchst in Hitze Kühlung zu,
spendest Trost in Leid und Tod.
Komm, o du glückselig Licht, fülle Herz und Angesicht,
dring bis auf der Seele Grund.
ohne dein lebendig Wehn, kann im Menschen nichts besteh,
kann nichts heil sein noch gesund.
Was befleckt ist, wasche rein, Dürrem giesse Leben ein,
heile du, wo Krankheit quält.
Wärme du, was kalt und hart, löse, was in sich erstarrt,
lenke, was den Weg verfehlt.
Gib dem Volk, das dir vertraut, das auf deine Hilfe baut,
deine Gaben zum Geleit.
lass es in der Zeit bestehn, deines Heils Vollendung sehn
und der Freuden Ewigkeit. 
KG 493

Samstag, 30. Mai 

Atme in mir, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges denke.
Treibe mich, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges tue.
Locke mich, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges liebe.
Stärke mich, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges hüte.
Hüte mich, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges nimmer verliere.

KG 493 3 Augustinus zugeschrieben


Freitag, 29. Mai

Öffne mich, Heiliger Geist
Öffne meine Ohren, Heiliger Geist, damit ich Deine Botschaft höre.
Öffne meine Augen, Heiliger Geist, damit ich die Schönheit der Schöpfung sehe.
Öffne meinen Geist, Heiliger Geist, damit ich Deine Botschaft glaube.
Öffne meinen Mund, Heiliger Geist, damit ich Deiner Herrlichkeit Zeugnis gebe.
Öffne meine Hände, Heiliger Geist, damit ich Deine Hilfe fasse.
Öffne mein Gemüt, Heiliger Geist, damit ich deine Nähe liebe.
Öffne mein Herz, Heiliger Geist, damit ich deine Liebe spüre.


Donnerstag, 28. Mai

Die Tür in der Wand
Zielstrebigkeit ist gut – aber bewahre
dir unterwegs einen wachen Blick.
Sonst kann es passieren, dass du 
mit dem Kopf durch die Wand willst
und in deinem Eifer übersiehst,
dass es auch eine Tür gibt. Selbst wenn sie 
zunächst auf einen kleinen Umweg führt,
macht sie es dir vielleicht leichter.

Es gibt viele Wege zum Ziel,
wenn nur die Richtung stimmt. 
Spruchweisheit


Mittwoch, 27. Mai

Da ist jemand, der zu dir hält

Wenn doch einmal ein Punkt kommt,
an dem du nicht weiter weisst, vergiss nicht:
Es gibt Freunde! Bei ihnen kannst du dir 
alles von der Seele reden, und auf einmal
merkst du, wie grosse Probleme kleiner werden.
Die Menschen, die dich mögen,
geben dir Rückhalt und Unterstützung.
Du blühst auf und glaubst wieder an dich.

Alles Grosse auf dieser Welt
ist nicht so viel wert
wie ein guter Freund.
Voltaire


Dienstag, 26. Mai

Wind kannst du nicht sehen,
ihn spürt nur das Ohr
flüstern oder brausen
wie ein mächt’ger Chor

Geist kannst du nicht sehen;
doch hör, wie er spricht
Tief im Herzen Worte
voller Trost und Licht.

Wind kannst du nicht sehen,
aber was er tut:
Felder wogen,
Wellen wandern in der Flut.

Geist kannst du nicht sehen;
Doch wo er will sein,
weicht die Angst
und strömt die Freude mächtig ein.

Hergesandt aus Welten,
die noch niemand sah,
kommt der Geist zu uns
und Gott ist selber da.
KG 231


Montag, 25. Mai 

Gott,
Ich danke dir für mein Leben.
So zerbrechlich ist es in der Zeit.
Jeder Tag kann Anfang sein
und Ende.

Meine Zeit will ich nehmen
aus deiner Hand.
Jahr um Jahr,
Tag um Tag,
Stunde um Stunde.

Will mich versöhnen mit dem,
was nicht zu ändern ist,
und mich nicht klammern an Misslungenes.

Will beweglich bleiben,
ausloten, was ich gestalten kann,
und angehen, was ich als meine Aufgabe erkenne.

Zwischen Anfang und Ende
lehre mich, Gott,
meine Zeit zu erfüllen
und dem Leben einen Sinn zu geben.

Tina Willms


Sonntag, 24. Mai

Wie schön muss es erst im Himmel sein,
wenn er von aussen schon so schön aussieht.
Astrid Lindgren


Samstag, 23. Mai 

Annehmen,
was in uns wächst

Annehmen
was ist
ganz leben
ganz sein
Ja sagen
zu unseren Möglichkeiten
Ja sagen
zu unseren Grenzen
für uns einstehen
damit wir bestehen
und für andere stark sind

Max Feigenwinter


Freitag, 22. Mai

Mein Auge schaut den Berg hinan,
dort kommt mir Hilfe her;
von Gott wird mir die Hilfe nahn,
der Land erschuf und Meer.
Getrost! dein Fuss geht nimmer fehl,
dein Hüter kennt nicht Ruh;
nicht schliesst dein Wächter, Israel ,
sein Aug im Schlafe zu.

Der Herr, dein Schutz und Schatten, 
hält an deiner Rechten Wacht,
das tags die Sonne dich nicht quält
und nicht der Mond bei Nacht.
Gott lässt kein Übel dir geschehn, dein Leben ist geweiht.
Er schützt dein Kommen und dein Gehn
jetzt und in Ewigkeit.
KG 550 nach Ps 121


Christi Himmelfahrt

jesus
immer und ewig
jesus
wie du damals warst
jesus 
immer und ewig
damals

ich weiss
du bist anders
heute ganz anders

höre mich jetzt
eh ich weggehe
will ich
unter all den gesichtern
heute dein gesicht

jesus heute
der du kommst
von morgen.

Ernst Eggimann


Mittwoch, 20. Mai

Im Fluss bleiben …

Nicht immer kann man Hindernisse
aus dem Weg räumen.
Aber lass dich nicht verunsichern.
Tu, was für dich richtig ist,
und du wirst sehen, es geht
trotz der Hürden voran. 
aus:Vertrau auf deine Kraft

 


Dienstag, 19 Mai 

Du kennst mein Leben

Die Zeiten meines Lebens
sind dir vertraut mit allem,
was sie mir gegeben oder
auch genommen haben.

Die Jahre meines Lebens
sind dir bekannt mit allem,
woran ich mich erfreut
oder auch gelitten habe.

Die Tage meines Lebens
sind dir immer gegenwärtig,
mit allem, was mich erstaunt
oder auch entsetzt hat.

Die Schatten meines Lebens
sind in dein Licht gehüllt,
mit allem, was mich bedrückt
oder auch gestärkt hat.

Die Scherben meines Lebens
sind in deiner Güte geborgen,
mit allem, was mich verletzt
oder auch geheilt hat.

Die Geheimnisse meines Lebens
sind in deinem Herzen bewahrt,
mit allem, was mich gelähmt
oder auch beflügelt hat.

Paul Weismantel


Montag, 18. Mai

Die schönste Zeit im Leben
sind die kleinen Momente,
in denen du spürst,
du bist zur richtigen Zeit,
am richtigen Ort.


Sonntag, 17. Mai

Das ist der Tag den Gott gemacht,
der Freud in alle Welt gebracht.
Es freu sich, was sich freuen kann, 
denn Wunder hat der Herr getan. 
KG 455 1


Samstag, 16. Mai 

Ich wünsche uns Augen wie Jesus – Osteraugen,
die im Tod bis zum Leben,
in der Schuld bis zur Vergebung,
in der Trennung bis zur Einheit,
im Menschen bis zu Gott,
in Gott bis zum Menschen,
im Ich bis zum Du
zu sehen vermögen.

Bischof Klaus Hemmerle


Freitag, 15. Mai

Freude
fröhlich sein
und lächeln
im Luxus
oder im Mainstream
ist keine grosse Kunst.

Sich freuen,
jubeln
im Ausgegrenztsein,
in Armut
oder Anfeindung
bedarf grosser
menschlicher Reife.

Es gibt diese Menschen,
auch unter uns.
Lassen wir und anstecken 
von ihrer Freude!
Rainer Haudum


Donnerstag, 14. Mai

Mögen sich die Wege vor deinen Füssen ebnen,
mögest du den Wind im Rücken haben,
möge die Sonne warm dein Gesicht bescheinen,
möge Gott seine schützende Hand über dich halten.

Mögest du in deinem Herzen dankbar bewahren
die kostbare Erinnerung der guten Dinge in deinem Leben.
Ich wünsche dir, dass jede Gottesgabe in dir wachse und dir helfe,
die Herzen jener froh zu machen, die du liebst.

Möge freundlicher Sinn glänzen in deinen Augen,
anmutig und edel wie die Sonne,
die aus den Nebeln steigend, die ruhige See wärmt.

Gottes Auge schaue für dich,
Gottes Ohr höre dich,
Gottes Wort spreche für dich,
Gottes Hand schütze dich,
Gottes Liebe umfasse dich.
alter irischer Segen


Mittwoch, 13. Mai 

Ostern nicht umsonst gefeiert

Der Briefträger bringt,
fröhlich pfeifend, die Post:
Lauter sonnige
Nachrichten heute!
In der Strassenbahn
sind die Leute freundlich,
ein Kind hat leise gesungen,
niemand ist böse.
Einer Mutter mit Kinderwagen
hat man sogar geholfen.
Heute, ein Sommertag,
der kleine Baum am Platz,
im Herbst mutwillig zerstört,
versucht tapfer
wieder zu grünen.
In seiner kleinen Sprache 
spricht er beharrlich zu uns:
Der Sommer ist stärker.
Oder auch:
Ihr habt Ostern 
nicht umsonst gefeiert.
Joop Roeland


Dienstag, 12. Mai

Ich wünsche dir Mut

Ich wünsche dir den Mut,
offen zu sein für den Segen
     und die Nöte unserer Zeit
offen zu sein für den Anruf Gottes
bereit zu sein für Neues
dich zu bewegen und auf andere 
zuzugehen
dich zu Menschen zu gesellen,
     die dir vertraut sind,
aber auch die anderen zu suchen.

Ich wünsche dir den Mut
aufmerksam zuzuhören
     bevor du sprichst
andere versuchen zu verstehen,
     bevor du urteilst
zu anderen zu sprechen
     anstatt über andere
über deinen Glauben zu reden. 

Ich wünsche dir den Mut
das Gute zu tun
für Recht und Gerechtigkeit einzutreten
die Zeichen der Zeit
     im Lichte des Evangeliums zu 
verstehen
dich mit fairen Mitteln einzusetzen für
Positionen,
     die es wert sind 
dir selbst und anderen zu erlauben,
     Fehler zu machen. 

Ich wünsche dir den Mut,
von Gottes Wort zu lehren,
im Gebet zu bleiben
und zu vertrauen,
dass Gott mit dir ist. 
Christine Gruber-Reichinger


Montag, 11. Mai 

Es jauchze die Flur,
und alles was auf ihr wächst,
jubeln sollen alle Bäume des Waldes.
Psalm 96,12


Sonntag, 10. Mai

Führen und leiten

Im Übrigen meine ich
Möge uns der Herr weiterhin
Zu den Brunnen des Erbarmens führen
Zu den Gärten der Geduld
Und uns mit Grosszügigkeitsgirlanden 
Schmücken
Er möge uns weiterhin lehren
Das Kreuz als Krone zu tragen
Und darin nicht unsicher zu werden
Soll doch seine Liebe unsere Liebe sein
Er möge wie es auskommt in unser Herz eindringen
Um uns mit seinen Gedankengängen
Zu erfrischen
Und uns auf Wege zu führen
Die wir bisher nicht betreten haben
Aus Angst und Unsicherheit darüber
Dass der Herr uns nämlich aufrechten Ganges
Fröhlich sehen will
Weil wir es dürfen
Und nicht nur dürfen sondern auch müssen
Wir müssen endlich damit beginnen 
Das Zaghafte und Unterwürfige abzuschütteln
Denn wir sind Kinder Gottes: Gottes Kinder!
Und jeder soll es sehen und ganz erstaunt sein
Dass Gottes Kinder so leicht und fröhlich sein können
Und sagen: Donnerwetter
Jeder soll es sehen und jeder soll nach Hause laufen
Und sagen: er habe Gottes Kinder gesehen
Und die seien ungebrochen freundlich
Und heiter gewesen
Weil die Zukunft Jesus heisse
Und weil die Liebe alles überwindet
Und Himmel und Erde eins wären
Und Leben und Tod sich vermählen
Und der Mensch ein neuer Mensch wird
Durch Jesus Christus.
Hans Dieter Hüsch


Samstag, 9. Mai

Nichts soll dich ängstigen,
nichts dich erschrecken!
Alles geht vorüber.
Gott allein bleibt derselbe.
Die Geduld erreicht alles.
Wer sich an Gott hält,
dem fehlt nichts;
Gott allein genügt.
Theresa von Avila


Freitag, 8. Mai

Ein kleines Stück Himmel,
ist wohl schon reserviert.
Denn wer den Platz gefunden,
der staunt, ist fasziniert,
vom Wunder dieser Schönheit,
bezaubernd, wie ein Traum,
d’rum freue dich des Lebens;
Wer träumt, verliert es kaum.
Ingrid Riedel


Donnerstag, 7. Mai

Maria, Mutter unseres Herrn,
o Himmelspfort, o Meeresstern,
hilf der bedrängten Christenheit
auf ihrem Wege durch die Zeit.

Ein Staunen die Natur erfasst,
dass du den Herrn geboren hast,
den Herrn und Schöpfer aller Welt,
der dich erschaffen und erwählt.

So trat der Engel bei dir ein:
„Gegrüsset seist du, Jungfrau rein.“
„Ave Maria“ singen wir,
„sei benedeit, Gott ist mit dir.“

O Mutter, reich an Güt und Huld,
erbarme dich: Wir sind in Schuld.
Steh du uns bei an Gottes Thron
und zeig uns Jesus, deinen Sohn. 
KG 766


Mittwoch, 6. Mai

Gönne dich dir selbst

„Es ist viel klüger, du entziehst dich von Zeit zu Zeit deinen Beschäftigungen,
als dass sie dich ziehen und dich nach und nach an einen Punkt führen,
an dem du nicht landen willst.
Du fragst: ‚An welchem Punkt?‘
An dem Punkt, wo das Herz hart wird.

Wenn also die Menschen ein Recht auf dich haben,
dann sei du selbst ein Mensch, der ein Recht auf sich selber hat.
Warum solltest einzig du selbst nichts von dir haben?
Wie lange noch schenkst du allen anderen deine Aufmerksamkeit, nur nicht dir selbst?
Ja, wer mit sich selbst schlecht umgeht, wem kann er gut sein?

Denk also daran: Gönne dich dir selbst.
Ich sage nicht: ‚Tu das immer.‘ Ich sage nicht: ‚Tu das oft.‘
Aber ich sage: ‚Tu das immer wieder einmal.‘
Sei wie für alle anderen auch für dich selbst da, oder sei es nach allen anderen.“

Heiliger Bernhard von Clairvaux, Brief an Papst Eugen III. (12. Jahrhundert)


Dienstag, 5. Mai

Gott,
du bist die Spur, der wir folgen,
du bist die Rückendeckung, die wir brauchen,
du bist der Boden, der uns trägt,
du bist die Luft, die uns atmen lässt,
du bist der Rastplatz, der uns Ruhe bringt.
Gott, du in uns,
verbinde Geist, Seele und Leib,
damit die Wunden heilen
und wir heil werden durch deinen Segen. 


Montag, 4. Mai 

Gebet zur Trösterin der Betrübten

Wir grüssen dich, Maria, Mutter unseres Herrn und Bruders Jesus Christus. Du hast der Botschaft des Engels vertraut und dich trotz aller Fragen und Zweifel für die Verheissungen Gottes geöffnet. Sein Wort ist in dir auf fruchtbaren Boden gefallen. Du hast Jesus geboren, der uns das gütige Angesicht Gottes gezeigt hat.
Den Mut und die Treue deines Glaubens hat der himmlische Vater anerkannt und dich in seine ewige Gemeinschaft aufgenommen. Mit deiner Verwandten Elisabet sprechen wir: «Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen liess.»
Heilige Maria, du bist uns Vorbild im Glauben. Wir verehren dich als «Trösterin der Betrübten» und empfehlen dir alle Menschen, die deines Trostes bedürfen. Wir vertrauen auf deine Fürsprache beim Vater und bitten dich für alle, um die wir in Sorge sind. Wende dich den Menschen zu, die wir lieben und die zu uns gehören! Tritt bei Gott, unserem Vater, ein für unsere Kinder und Jugendlichen, damit sie einen guten Weg ins Leben finden.
Frieden und Gerechtigkeit erbitte allen, die unter Gewalt und Unrecht leiden und denen die Teilhabe an einem menschenwürdigen Leben verwehrt wird. Wir empfehlen dir alle an Leib und Seele kranken Menschen und all jene, die schwer an der Last ihres Lebens tragen.
Der Heilige Geist, der dich erfüllt hat, belebe auch unsere Kirche und führe sie zur Einheit. Er stärke unsere Gemeinden, damit sie in Wort und Tat den Lebenswillen Gottes für alle Menschen bezeugen.
Wir grüssen dich, Maria, und danken Gott, der dich uns als Schwester im Glauben und als lebendiges Zeichen seiner Nähe geschenkt hat. IHM sei Lob und Ehre heute und in Ewigkeit!
Amen.

Neues Gotteslob, 904


Sonntag, 3. Mai 

Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so lechzt meine Seele nach dir, Gott. (Ps 42,2)

Ostern ist Leben, Leben in Fülle.

Hier und jetzt − und doch noch nicht vollendet. Wir erleben das ja gerade jeden Tag. Unsere ganz persönlichen Sehnsüchte, unsere Empfindsamkeiten und Verletzlichkeiten, unsere Ängste lassen uns dürsten. Selber können wir diesen Durst nie ganz stillen. Wir können uns aber aufmachen und die ersehnte Quelle suchen. Sie ergiesst sich in vielen Seitenläufen, an denen wir trinken. Oft reichen uns dabei andere Menschen den gefüllten Becher. Auch die Sakramente sind lebensspendende Flussläufe.

Die Menschheit, ja die ganze Schöpfung hungert und dürstet nach Leben und Gerechtigkeit. Seit Ostern glauben wir, dass der Auferstandene selbst die nie versiegende Lebensquelle ist. Sie ist es, auf die wir uns zubewegen. Wir suchen sie, jeden Tag neu. Wir suchen Jesus und seine Gerechtigkeit für alle, jeden Tag. Freuen wir uns, dass Gott uns den Weg weist.

Bischof Felix Gmür


Samstag, 2. Mai 

Manche Menschen wissen nicht, 
wie wichtig es ist, dass sie einfach da sind.

Manche Menschen wissen nicht, 
wie gut es ist, sie nur zu sehen.

Manche Menschen wissen nicht, 
wie tröstlich ihr gütiges Lächeln wirkt.

Manche Menschen wissen nicht,
wie viel ärmer wir ohne sie wären. 

Manchen Menschen wissen nicht, 
dass sie ein Geschenk des Himmels sind.

Sie wüssten es,
würden wir es ihnen sagen.

Paul Celan


Freitag, 1. Mai 

Der Herr am Ufer (2. Teil)

Wenn wir an Menschen denken, die der Hunger quält,
denen der Reis fehlt und der Fisch, ihr täglich Brot,
wenn wir an jene denken, die nach Liebe hungern,
nach Anerkennung, Zärtlichkeit, Gerechtigkeit, 
wenn wir an unsre eigene unerfüllte Sehnsucht denken,
dann stehst du, Herr, am Ufer. 

Wenn uns die Schuld bedrückt, weil wir verleugnet haben
oder verraten oder einfach nur vergessen,
wenn uns ein Name einfällt, den wir schwer enttäuscht, 
den wir zu wenig lieben, dem wir Unrecht taten,
wenn wir uns fragen, ob wir dich wohl lieben, Gott,
dann stehst du, Herr, am Ufer. 

Hermann Josef Coenen ZU JOHANNES 21 


Donnerstag, 30. April 

Herr, vieles wird anders,
für den, der stille steht,
der versucht stille zu stehn
in der rasenden Rotation der Welt
und Weltdinge – weil er dich hört.
Weil er dich rufen hört:
«Ich liebe dich.»
Vieles wird dann anders.
Es wird sein, wie bei einer Geburt:
Wehen und Nöte gehören dazu:
das Beschneiden und
Bluten des Herzens.

Silja Walter


Mittwoch, 29. April 

Gesegnet sollst du sein
mit der Freiheit des Himmels,
mit dem Licht der Sonne,
mit dem Strahlen des Mondes,
mit der Wärme des Feuers,
mit der Schnelligkeit des Windes,
mit der Tiefe des Meeres,
mit der Beständigkeit der Erde,
mit der Stärke des Felsen. 

Irischer Segen


Dienstag, 28. April 

Gott segne das Dunkel, das du nicht verstehst
und lasse dich schauen Sein Licht.

Gott segne deine Schwäche
und lasse dich erfahren Seine Kraft.

Gott segne deine Fragen und öffne dir Ohren und Herz,
dass du seine Antwort verstehst zu Seiner Zeit.

Gott segne deine Ungewissheit
und mache dich gewiss Seiner Gegenwart.

Gott segne deine Hoffnung und lasse dich vertrauen, 
dass grösser als Seine Wünsche Seine Liebe ist. 

Gott segne deine schlaflosen Nächte
und lasse den Glauben in dir wachsen, dass Er dich führt. 


Montag, 27. April 

Mein Gebet für heute

Ich bete für die jungen Menschen,
die nicht daheim bleiben,
sondern ihre Freiheit und Freundschaft draussen geniessen möchten. 

Ich bete für die älteren Menschen,
die nicht in ihrer Wohnung oder im Altersheim sitzen,
sondern spazieren und mit jemandem 
ein spontanes Schwätzli auf dem Trottoir halten 
oder ihren Tee in einem Café im Dorf trinken möchten. 

Ich bete für die Kinder,
die ihre Schularbeiten nicht vor dem Computer verrichten,
sondern zusammen mit ihren Gspänli
in der Schule lernen, reden und lachen möchten. 

Ich bete für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer,
die sich an ungewohnte Umstände gewöhnen mussten;
durch das Einhalten der Hygienemassnahmen,
das Zurücklegen des Arbeitsweges mit dem Auto statt dem ÖV,
durch die zusätzlichen Überstunden, 
die situationsbedingt auf sie zugekommen sind. 

Ich bete für all diejenigen,
die ihren Betrieb für Wochen schliessen mussten,
dass sie langsam wieder konkrete Schritte in die andere Richtung machen 
und Licht am Ende des Tunnels erblicken dürfen. 

Ich bete für die Neugeborenen,
die aus Sicherheitsgründen von ihren Grosseltern und Paten noch nicht 
begrüsst und geknuddelt werden konnten,
dass sie sich dennoch geborgen und willkommen fühlen. 

Ich bete für die kranken Menschen,
die darauf vertrauen, dass sie Heilung erfahren.

Ich bete für die verzweifelten Menschen,
dass sie Vertrauen schöpfen in dir, Gott,
der du jedem Menschen nahe bist,
wie sonst niemand. 

Heile, halte und stärke uns Menschen,
schenke Geborgenheit den Einsamen,
Trost den Traurigen,
Hoffnung den Verzweifelten. 

Und uns allen deine unendliche Liebe.
Amen


Sonntag, 26. April 

Der Herr am Ufer
Wenn wir am Ende sind mit unserer Kraft,
mit unserer Hoffnung, dass ein neuer Morgen kommt,
wenn wir enttäuscht die Hände sinken lassen 
und meinen, alle Mühe war vergebens,
wenn unsre Netze leer sind, leer wie unsre Hände,
dann stehst du, Herr, am Ufer.

Wenn etwas uns gelingt, womit wir nicht gerechnet,
wenn etwas uns geschenkt wird, unverdient,
wenn es so viele Gründe gibt zum Dankesagen,
dann stehst du, Herr, am Ufer. 

Hermann Josef Coenen ZU JOHANNES 21


Samstag, 25. April

„Gott, behüte alle,
die heute Nacht
wach liegen und weinen oder
über andere wachen, die schlafen.
Tröste die Kranken,
gib Ruhe den Erschöpften,
segne die Sterbenden 
und sei Schutz
den Glücklichen um
deiner Liebe willen.“
Aurelius Augustinus


Freitag, 24. April 

Geh nicht vor mir her,
vielleicht folge ich dir nicht.
Geh nicht hinter mir,
vielleicht führe ich dich nicht.
Geh einfach neben mir
und sei mein Freund.
Albert Camus


Donnerstag, 23. April

Herr, ich freue mich
an der Schöpfung,
und dass du dahinter bist
und daneben und davor
und darüber und in uns.
Aus Westafrika


Mittwoch, 22. April 

Jedes Werden
in der Natur,
im Menschen,
in der Liebe
muss abwarten,
geduldig sein,
bis seine Zeit
zum Blühen kommt.
Dietrich Bonhoeffer


Dienstag, 21. April

Herr, ich danke Dir für alle lieben Mitmenschen, 
die für mich da sind,
mir helfen und mich unterstützen.
Oft fühle ich mich schwach, suche Trost
und finde ihn durch Dich bei meiner Familie,
bei meinen Freunden,
Verwandten und Bekannten. 

Herr, ich danke Dir von Herzen
für all diese Menschen.
In ihnen erkenne ich einen Teil von Dir.
Durch sie erfahre ich Deine Liebe und Güte.

Es ist schön, füreinander da zu sein,
den Weg miteinander zu gehen.
Herr, sei Du dann mit uns. 
Amen.
Raphael Kronig


Montag, 20 April 

Wahrheit 
Ich war vierzehn, da sah ich,
im Holunder ass eine Amsel
von den Beeren der Dolde.

Gesättigt flog sie zur Mauer
und strich sich an dem Gestein
einen Samen vom Schnabel.

Ich war vierzig, da sah ich,
auf der geborstenen Betonschicht
wuchs ein Holunder. Die Wurzeln

hatten die Mauer gesprengt. 
Ein Riss klaffte in ihr,
bequem zu durchschreiten. 

Mit splitterndem Mörtel
schrieb ich daneben: „Die Tat 
einer Amsel.“
Wolfdietrich Schnuppe 


Sonntag, 19. April

Aus, Punkt, Schluss, Ende dahin –
Sagte der Tod jedes Mal triumphierend
und schickte sich an,
für Zeit und Ewigkeit
die Pose des Herrn und
Siegers einzunehmen.
Da erschien unerwartet,
wie der Tod es selbst gern tat,
der Auferstandene.
Der Tod neigte sich tief vor ihm,
dem wahren Herrn des Lebens und
dem Sieger über ihn, den Tod,
dem Herrn von Zeit und Ewigkeit.
Und der Auferstandene sprach:
Wer glaubt und vertraut,
hofft und liebt,
der lebt wird in Ewigkeit leben.
Er wird sterben,
aber nicht tot und
nicht für immer dahin sein.
Der Tod hatte verstanden
und verneigte sich erneut
vor dem Auferstandenen
ohne ein Wort des Widerspruchs.
Klemens Nodewald


Samstag, 18. April 

Wir sind in unserem Alltag gebremst worden.
Folgende Weisheitsgeschichte kann uns gerade jetzt zum Denken anregen: 

Erschöpft 

Der Meister hörte sich eine Frau an, die ihm über ihren ständig wachsenden Stress und über das drohende Burnout berichtete und um Hilfe bat. Der Meister schwieg zuerst. Dann erzählte er, er habe kürzlich einen Holzfäller beobachtet. Der hatte viel Zeit und Kraft verschwendet, weil er ganz offensichtlich mit einer stumpfen Axt arbeitete. 
Als er ihn fragte, wieso er denn die Schneide nicht schärfe, antwortete dieser: „Keine Zeit!“
Und plagte sich weiter.
„In dem Mann können wir uns alle wiederfinden“, sagte der Meister.
„Wer nimmt sich schon die Zeit, zu fragen ob das alles sinnvoll ist, was wir tun. Und wer fragt schon, worum es eigentlich geht in unserem Leben? Nimm dir eine Zeit der Stille, und denke darüber nach.“
Autor unbekannt


Freitag, 17. April

Mit Geschenken aus deiner Hand
Gott sei uns gnädig

Lieber Gott, 
lächle, nimm uns in den Arm und behüte uns.
Mach unser Herz hell, damit unser Leben freundlich ist. 
Sei unser Wegweiser, damit wir das Ziel 
nicht aus den Augen verlieren.
Mach unser Herz hell,
damit auch die, die nicht an dich glauben,
begreifen, wie gut du bist.
Ganz tief drinnen wissen das alle Menschen,
und in allen Völkern dieser Erde wird dir gedankt.
Das löst Freude aus und festliche Stimmung überall,
weil die Menschen erkennen,
dass du die Welt in deinen Händen birgst.
Und obendrein ernährt uns die Erde
mit Geschenken aus deiner Hand.
Lieber Gott, segne uns,
und in der Welt soll Ehrfurcht wachsen. 
Peter Spangenberg, Psalm 67


Donnerstag, 16. April

Mir sind heute Dinge wichtig,
die ich früher kaum wahrgenommen,

ich sehe Zusammenhänge
die ich bisher nicht gesehen,

beschäftige mich mit Themen,
die ich früher umgangen,

stelle Fragen,
die ich noch nie gestellt,

freue mich an Kleinigkeiten,
die ich bisher übersehen

und geniesse manches,
das ich früher kaum beachtet haben.

Ich liebe das Alleinsein,
brauche die Stille,
damit ungestört wachsen kann,
was angelegt ist.

Ich bin dankbar für alles,
was ich erleben darf,
bin glücklich,
Menschen zu begegnen,
die nicht aufgehört haben,
zu fragen und zu staunen.

Max Feigenwinter


Mittwoch, 15. April


Foto: pixabay

Würde ich mit der Sonne im Meer versinken
Herr, du erforschest mich und kennest mich

Lieber Gott,
mein Herz und meine Seele liegen offen vor dir.
Du durchschaust mich. Du kennst mich durch und durch.
Du begleitest meinen Alltag,
du siehst, wenn ich sitze oder aufstehe;
du versehst mich, wenn ich nachdenke oder grüble;
wenn ich unterwegs bin oder irgendwo liege;
um mich auszuruhen: Du begleitest mich.
Nichts, was ich sage, lieber Gott, ist dir unbekannt.
Du umwebst mich mit deiner liebenden Kraft,
du umsorgst mich mit deiner liebenden Hand.
Begreifen kann ich das nicht. Es ist wunderbar.
Selbst wenn ich dir aus dem Weg gehen wollte –
wohin denn?
Hätte ich Flügel und flöge zum Himmel: Da bist du auch!
Würde ich mich eingraben und bei den
Verstorbenen verstecken:
Ich träfe dich an!
Würde ich mit der Sonne im Meer versinken:
Auch dort würde ich dir begegnen.
Könnte ich zaubern und alles dunkel machen:
Dann würdest du in der Dunkelheit aufleuchten.
Ich weiss: Schon vom Mutterleib an bin ich in deiner Obhut.
Ich bin dir so dankbar, dass mein Leben ein Wunder ist,
ein Geschenk aus deiner Hand. Das habe ich begriffen.
Meine Zeit ist bei dir verzeichnet, jeder Augenblick.
Obwohl ich dich, lieber Gott, nicht fasse,
wie ich auch die Tropfen im Meer nicht zählen kann,
weiss ich doch eines genau: Ich bin immer bei dir geborgen.
Du durchschaust mich, lieber Gott, und kennst mich genau.
Komm und überzeuge dich, ob ich ehrlich bin.
Zeig mir, wenn mein Leben so nicht in Ordnung ist.
Nimm meine Zeit in deine Hand, bis ich am Ziel bin.
Peter Spangenberg, Psalm 139


Dienstag, 14. April

Staunen wird Jubel, Staunen wird Jubel, weil Jesu Geschichte weitergeht.
Hoffnung wird Glauben, Hoffnung wird Glauben, weil Gottes Leben den Tod übersteht.
Das Grab ist leer, der Keim treibt aus, der Auferweckte führt sein Volk heraus.

Enge wird Weite, Enge wird Weite, weil Gottes Macht die Angst aufbricht.
Zweifel wird Vertrauen, Zweifel wird Vertrauen, denn Gott verlässt auch die Toten nicht.
Er hält sein Wort: „Ich bleib‘ euch treu! Dem Tod zum Trotz erweckt Gott Leben neu.“

Ende wird Anfang, Ende wird Anfang, Geschundene werden aufersth’n.
Verzagtheit wird Aufbruch, Verzagtheit wird Aufbruch, Gott macht, das Lahme von Neuem aufsteh’n,
Sie fassen Mut, auf Leben und Tod, steh’n ein zusammen gegen alle Not.
Stefan Hoffmann: aus Erdentöne – Himmelsklang 


Ostermontag, 13. April

Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott, sei mit uns auf unseren Wegen.
Sei Quelle und Brot in Wüstennot, sei um uns mit deinem Segen.

Bewahre uns Gott, behüte uns, Gott, sei mit uns in allem Leiden.
Voll Wärme und Licht im Angesicht, sei nahe in schweren Zeiten.

Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott, sei mit uns vor allem Bösen.
Sei Wille und Kraft, die Frieden schafft, sei in uns, uns zu erlösen.

Bewahre uns Gott, behüre uns, Gott, sei mit uns durch deinen Segen.
Dein Heiliger Geist, der Leben verheisst, sei um uns auf unseren Wegen.
Eugen Eckert: aus Erdentöne – Himmelsklang

 


Ostersonntag, 12. April

Wir wünschen Ihnen und Ihren Angehörigen
von Herzen frohe und gesegnete Ostern!
Der auferstandene Herr schenke Ihnen Hoffnung,
die Sie begleitet heute und das ganze Jahr.

 


Karsamstag, 11. April

Am Karsamstag gedenkt die Kirche der Grabesruhe Jesu Christi und seines Hinabsteigens in das Reich des Todes. Der Kirchenraum bleibt ohne Schmuck und der Altar ist unbedeckt.

leer – verlassen – traurig – ohnmächtig – einsam
Gefühle, die unser Herz zutiefst schmerzen. Gerade in solchen Momenten ist Jesus uns besonders nahe. Er kennt uns und schenkt uns seine Liebe, auch jetzt.

Herr Jesus Christus,
du warst arm und elend, gefangen und verlassen wie ich,
du kennst alle Not der Menschen,
du bleibst bei mir, wenn kein Mensch mir beisteht,
du vergisst mich nicht und suchst mich,
du willst, dass ich dich erkenne und mich zu dir kehre,
Herr, ich höre deinen Ruf und folge.
Hilf mir!
Dietrich Bonhoeffer


Karfreitag, 10. April

Hört das Lied der finstern Nacht,
Nacht voll Sünde und voll Not,
hört , was drin geschah,
fern und doch so nah:

Judas geht und es ist Nacht,
Nacht voll Sünde und Verrat.
Jesus lässt ihn gehn,
denn es muss geschehn.

Alle fliehen; es ist Nacht,
Nacht voll Sünde und voll Angst.
Jesus steht allein in dem Fackelschein.

Kaiphas richtet; es ist Nach,
Nacht voll Sünde und voll Hass.
Jesus leidet still,
wie’s der Vater will.

Petrus leugnet; es ist Nacht,
Nacht voll Sünde und voll Schuld.
Jesus blickt ihn an;
draussen kräht der Hahn.

Jesus stirbt. Da wird es Nacht;
doch er bricht die Finsternis,
reisst durch seinen Tod,
uns aus Nacht und Not.
KG 394


Hoher Donnerstag, 9. April

Ubi caritas et amor, ubi caritas, Deus ibi est.
(Wo Güte ist und Liebe, da ist Gott.)
KG-418

Bleibet hier und wachet mit mir!
Wachet und betet,
wachet und betet!
Mt 26,38b.41 


Mittwoch, 8. April

Es stimmt uns gläubige Christen traurig, dass wir die Osterliturgie nicht öffentlich feiern dürfen. Erinern wir uns aber daran, dass sich die Auferstehung in den frühen Morgenstunden des ersten Tages der Woche ereignete, als es noch dunkel war und totenstill, als noch alle schliefen und niemand etwas hörte noch sah. Es ist typisch für Gott – von der Krippe bis zur Auferstehung: Er macht es meinstens ganz leise und im Verborgenen. Gar nicht typisch für die Lebensart unserer Gesellschaft heute. Die Achtsamkeit für das Leben, die so wichtig ist für die innere und äussere Heilung, sie darf diese Tage neu eingeübt werden. Der Frühling lädt uns ein!


Dienstag, 7. April

Nicht um zu richten bist du gekommen, Gott, sondern zu suchen, was verloren ist, und zu befreien, was in Schuld und Angst gefangen liegt, um uns zu retten, wenn unser Herz uns anklagt. Nimm uns, so wie wir hier zugegen sind, mit aller sündigen Vergangenheit der Welt. Du bist grösser als unser Herz, grösser als alle Schuld, du bist der Schöpfer einer neuen Zukunft, ein Gott der Liebe bis in alle Ewigkeit. Amen
KG 27-3


Montag, 6. April

Berufen
Geformt
schon im Mutterleib
für meinen Lebensauftrag

Es kann gar nicht anders sein

herangewachsen
gereift und gestärkt
für den Dienst
den Gott mir zutraut
für den ICH ausersehen bin

Trau ich mich auch?

Menschen zu Gott heimführen
aus den Irrungen
und Verstrickungen
die Leben ersticken
heim
in die Weite des Herzens Gottes
wo LEBEB so richtig aufgeht
Luft hat
SINN und Erfüllung!?

DEIN Leben
DEINE Berufung!
Entdecke sie!
Sr. Maria Schlackl SDS


Sonntag, 5. April

Seht, er kommt, seht unsern Herrn nach Jerusalem reiten.
Himmel und Erde zur heiligen Stadt ihn begleiten.
Lobt ihn und preist Christus im Heiligen Geist.
kommt mit, erfüllt sind die Zeiten.

Last ihn nicht stehn, unsern Gott, vor verschlossenen Toren.
Er ist das Leben, wir sind nicht mehr tot und verloren.
Singt und lobpreist Christus im Heiligen Geist.
Aus ihm sind wir neu geboren.

Folget ihm nach in sein Reich, wir seinVolk, wir die Seinen.
Singen wir nicht unserm König, dann singt’s aus den Steinen.
Singt ihm Lobpreis, Christus im Heiligen Geist,
dass Erd und Himmel sich einen.

Seht, sie kommt, seht sie ist da, seine Stadt aus den Höhen.
Da, wo er lebt und geht, da muss die Kirche erstehen,
Sie ist der Ort, wo uns ein Werk und sein Wort
zur Aufersthung geschehen.
KG-414 Text: Silja Walter


Samstag, 4. April

Es kann uns manchmal das Lachen vergehen, doch verlernen dürfen wir es nie.
Es kann uns manchmal eine Sorge drücken, doch erdrücken lassen wir uns nie.
Es mag uns manchmal ein Mensch auf die Nerven gehen, doch feindeslig werden dürfen wir nie.
Es mag uns manchmal das Leben sinnlos erscheinen, doch geringschätzen dürfen wir es nie.
Denn es ist Gottes Gabe, und selbst die dunkelste Nacht hat ein Ende:
Es wird immer wieder Tag.
St. Peter, Merzig


Freitag, 3. April

Von Guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr.

Noch will das alte unsre Herzen quälen,
noch drückt uns böser Tage schwere Last.
Ach Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen
das Heil, für das du uns geschaffen hast.

Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern
des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
aus deiner guten und geliebten Hand.

Doch willst du uns noch einmal Freude schenken
an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
dann wolln wir des Vergangenen gedenken
und dann gehört dir unser Leben ganz.
Dietrich Bonhoeffer


Donnerstag, 2. April

Dass wir allen Zeugnis geben,
die zwar sind, doch nicht echt lebem
die verwechseln Sein und Schein.

Dass wir allen Zeugnis geben,
die das Nichs zum Sinn erheben,
sagen, sinnlos sei das Sein.

Dass wir allen Zeugnis geben,
die ihr Leben stricken, weben
ohne dich – für sich allein.

Dass wir allen Zeugnis geben,
die am Matriellen kleben,
sich nicht mehr am Kleinen freuen.

Dass wir allen Zeugnis geben,
die bei Not sich gar nicht regen,
deren Herz nichts sieht – aus Stein.

Dass wir allen Zeugnis geben,
die verkrampft nach oben streben
und den Weg zum Armen scheuen.
Wolfgang Steffel


Mittwoch, 1. April

Erster April.
Es ist kein Scherz, dass Gott in Jesus Mensch wurde – für uns!
Es ist kein Scherz, dass Jesus sich bis zum Kreuz hingab – für uns!
Es ist kein Scherz, dass Jesus von den Toten auferstand – für uns!
Es ist kein Scherz, dass Gott seinen Geist ausstömen liess – für uns!
Es ist kein Scherz, dass Gott da ist – für uns, mit uns. Auch heute!

„Und sieh, ICH bin mit euch alle TAge bis  zum Ende der Welt“, spricht der HERR (Matthäusevangelium 28,20b).


Dienstag, 31. März

In mir ist es finster, aber bei dir ist das Licht; ich bin einsam, aber du verlässt mich nicht; ich bin kleinmütig, aber bei dir ist die Hilfe; ich bin unsruhig, aber bei dir ist der Friede; in mir ist es Bitterkeit, aber bei dir ist die Geduld; ich verstehe deine Wege nicht, aber du weisst den Weg für mich.
Dietrich Bonhoeffer

Montag, 30 März

Du bist stärker – KG 569-2

Du bist stärker, Herr, als Wind und Gegenwind. Du bist stärker, Herr, als Fels und Stein und Wurzelkraft. Du bist stärker als jede Geistesmacht und Waffengewalt auf Erden, stärker als das Böse und die Tragik im Leben. Dein Erbarmen, deine Vatergüte, deine Mutterliebe ist stärker, stärker als unsre Schuld, stärker als unser Gewissen, stärker als unsre Angst.


Sonntag, 29. März

Bitte um Gelassenheit – KG 569-3

Gott, schenke uns Gelassenheit das hinzunehmen, was wir nicht ändern können. Gott, schenke uns Mut das zu ändern, was wir ändern können. Gott, schenke uns Weisheit das eine vom andern zu unterscheiden.


Samstag, 28. März

Nada te turbe – KG 569-4
Nichts soll dich ängstigen, nichts dich erschrecken. Alles geh vorüber. Gott allein bleibt derselbe. Alles erreicht der Geduldige und wer Gott hat, der hat alles. Gott allein genügt.
Teresa von Avila


Freitag, 27. März

Sag mir was dich trägt – KG 569-5
Sag mir, was dich trägt. Erzähl mir von dem, was dich hält, dich nicht verzweifeln lässt. Zeig mir den Grund deines Vertrauens, die Quelle deiner Kraft. Berichte mir von deinem Weg in die Tiefe, damit ich meinen Weg zu dir wage, den Grund finde und die Quelle und Vertrauen schöpfe bei dem, dem du vertraust. Rede mir von Gott, damit er lebendig wird in uns und zwischen uns.

Lesezirkel

LesekreisBildIm Lesezirkel setzen wir uns anhand eines Textes mit einem Thema auseinander. Neben einführenden Bemerkungen gibt es auch Zeit für Diskussion.

Ort: Sitzungszimmer 1, Pfarrei-Zentrum
Freier Eintritt, ohne Anmeldung


Vergangene Lesezirkel

23.02.20 – Vom Sinn der Rituale
Dem Zeitgeist gemäss gelten immer weniger Verbindlichkeiten. Die individuelle und freiheitliche Lebensgestaltung hat Priorität. Höflichkeiten und andere institutionalisierte Formen der Gemeinschaftsbildung nehmen ab. Auch der Sinn für Rituale kommt den Menschen immer mehr abhanden. In der katholischen Religion spielen Rituale eine wichtige Rolle Durch das Feiern von Ritualen begegnen wir dem menschen liebenden Gott.  Was ist der Gewinn von Ritualen und Zeremonien in einer Gesellschaft, die immer mehr das Zusammengehörigkeitsgefühl verliert?

17.11.19 – Gegenwärtig im Geheimnis
Das Zweite Vatikanische Konzil bezeichnet die Eucharistiefeier als Höhepunkt und Quelle christlichen Lebens. Der Sonntag ist die Feier der unverbrüchlichen Gemeinschaft zwischen Gott und Mensch. Unter den Gestalten von Brot und Wein schenkt Gott seine erlösende Gegenwart. Dieses unauslotbar tiefe Geheimnis hat Thomas von Aquin mit dem Begriff Transsubstantiation bezeichnet. Das Wort ist nicht nur ein Zungenbrecher, an ihm sind auch schon manche Köpfe denkerisch zerbrochen. Dieser grosse Gelehrte des Mittelalters war sich jedoch stets bewusst, dass Gott nicht mit klugen Begriffen eingezäunt werden kann. So hat er das Geschehen der Eucharistie auch in poetischen Hymnen zu umkreisen versucht:
Demütig bete ich dich, verborgene Gottheit an,
die du in diesen Gestalten wahrhaft dich verbirgst;
dir unterwirft sich ganz mein Herz,
weil es, wenn es dich betrachtet, ganz seine Kraft verliert

29.10.19 – Transhumanismus: Die Vision von der Unsterblichkeit
Als der Begriff des Transhumanismus in den 1960er Jahren aufgekommen ist, war damit die Überwindung der menschlichen Natur durch technischen Fortschritt gemeint. Der Sprinter Oscar Pistorius aus Südafrika ist ein beeindruckendes Beispiel. Ohne Füsse geboren war er trotz oder dank seiner Beinprothesen an den Olympischen Spielen vertreten. Aber die Idee des Transhumanismus birgt auch Schattenseiten. Wie weit darf der technische Fortschritt gehen? Gibt es berechtigte moralische Einwände gegen den Menschen als Designobjekt? Das Ziel des Transhumanismus ist die Unsterblichkeit des Menschen. Unser sterbliches Bewusstsein soll mittels Hirntechnologie auf einen Datenträger geladen werden. Was für Antworten eröffnen sich hier vom christlichen Glauben her, der an Kreuz und Auferstehung Jesu Christi orientiert ist?

25.09.19 – Ist Gott eine «Person»?
Wenn man neuste Meinungsbarometer berücksichtigt, dann entfernt sich das spirituelle Empfinden der Menschen zunehmend von den Ansichten der etablierten Religionen. Insbesondere im Bezug auf das Gottesbild haben sich neue Vorstellungen entwickelt: Gott als numinoses Energiefeld oder eine Art Hyper-Cloud, in der alle geistigen Aktivitäten gespeichert sind. Das Absolute ist dann eine überpersonal Grösse, gereinigt von allen menschlichen Projektionsversuchen. Aber was ist denn genau eine Person? Und wie lässt sich Gott als Ansprechpartner im Gebet erleben, wenn das Personale wegfällt? Wie kann man Gott als das grosse DU verstehen, ohne der Religionskritik zu unterliegen?

25.08.19 «Reformieren?(!)» Die Kirche muss sich reformieren, um noch glaubwürdig zu sein! Diese Forderung erklingt heute lautstark. Die Frage nach dem Frauenpriestertum, die Gleichbewertung homosexueller Partnerschaften sind nur zwei Themen, die im kirchlichen und gesellschaftlichen Bereich intensiv diskutiert werden. Die Kirche hat sich im Laufe der Zeiten immer wieder verändert und angepasst, ist aber gleichzeitig ihrem Ursprung treu geblieben. Was sind die Kriterien für Reformen, welche die zentralen Glaubensinhalte nicht preisgeben. Dieser Frage nähern wir uns mit einem Text des jüngsten Theologieprofessors Deutschlands an.

16.06.19  «Wie allumfassend ist katholisch?» Das griechische Wort καθολικός (katholikos) bedeutet allumfassend und bezieht sich auf den universellen Geltungsbereich des christlichen Glaubens und der ihn vermittelnden Kirche. Eine weltumspannende und somit alle Menschen betreffende Weltanschauung hat es in der heutigen als postmodern beschriebenen Welt nicht einfach, sich Gehör zu verschaffen. Das Phänomen der Globalisierung jedoch fordert die Menschheit zum Denken in universalen Dimensionen und das Katholische kann hier einen Beitrag leisten. Gerade in Zeiten, in denen aggressive Nationalismen und andere Gruppenbildungen die Einheit des Menschengeschlechts zu gefährden suchen.

19.05.19 – «Die turbulenten 60-er Jahre» Kiffende Hippies, sexuelle Freizügigkeit und Studentenunruhen. Die sogenannten 68-er waren eine ereignisreiche Zeit und haben bis heute Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben. Aber auch im kirchlichen Bereich ist zu dieser Zeit viel passiert: Man denke an das vielzitierte 2. Vatikanische Konzil, die Anfänge der Befreiungstheologie oder die ökumenischen Annäherungen. Wie hat diese Zeit die Kirche belebt und verändert und was ist heute noch davon zu spüren?

10.04.19 – «Ein allmächtiger Gott?» Im Glaubensbekenntnis lautet der erste Satz: Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen! Gerade in Bezug auf das menschliche Leid ist diese Glaubensaussage schwer zu verstehen. Wie kann man die Übermacht Gottes verstehen und wie ist sie mit der Grausamkeit in der Welt zu vereinbaren? Ein genauer Blick in die Bibel lohnt sich, denn dort wird mit dieser Frage gerungen!

17. Februar 2019 – Offenbarung ist ein Grundwort des christlichen Glaubens. Aber was zeigt sich eigentlich in der Offenbarung und wie können wir diese in unserem Leben entdecken?

27.01.19 – Der Zusammenhang von Gewalt und dem Glauben an den einen unsichtbaren Gott ist insbesondere von dem Ägyptologen Jan Assmann intensiv untersucht worden. Mit seiner These von der «Mosaischen Unterscheidung» hat er hitzige Debatten erzeugt. In seinen späteren Werken entdeckt er dann die positiven Aspekte des «Ein-Gott-Glaubens» und spricht von einem «Monotheismus der Treue». Gemeinsam begeben wir uns auf Spurensuche nach der Einzigartigkeit Gottes.

11.11.18 – In der zeitgenössischen Theologie wird von einer «Krise des Bittgebetes» gesprochen. Banal gefragt: Soll und darf ein Kind das liebe Christkind um ein Plüscheinhorn bitten? Etwas ernster wird die Angelegenheit der schwerwiegenden Erkrankungen und der Frage nach körperlichen Heilungen. Die Frage nach dem Sinn des Bittgebetes hat Auswirkungen auf das Gottesbild.

21.10.18 – Dietrich Bonhoeffer

26.09.18 – Neue Atheismen – Seit Richard Dawkin’s Buch «Der Gotteswahn» hat die Verneinung der Existenz Gottes neue Popularität erlangt. Neben diesem eher banal wirkenden Atheismus, der naturwissenschaftliche Erkenntnisse unzulässig instrumentalisiert, gibt es eine Vielzahl von neueren atheistischen Argumentationen, die teilweise traditionelle theologische Konzepte uminterpretieren oder gottlose Formen der Spiritualität propagieren. Diesem Phänomen wollen wir uns annähern. Es gibt immer wieder Spielformen atheistischer Weltanschauungen, so gibt es auch Theologen, die behaupten man könne und solle atheistisch an Gott glauben.


Gemeinsam unterwegs 2020

Der Hildegard-von-Bingen-Weg wird verschoben auf 2021, genauere Informationen folgen zu gegebener Zeit.


Schnupperpilgertag mit Bernhard Lindner
wird verschoben auf Samstag, 12. Juni 2021.

Informationen folgen im Februar/März 2021.


Fahrradtour Stockholm und Umgebung – Samstag, 8. August – 14. August

Kosten: Fr. 150.00 Jugendliche ab 9 Jahren
Fr. 600.00 Begleitpersonen
Fr. 1000.00 nicht Pfarreimitglieder
Reiseleitung: Thomas Fässler
Gruppengrösse: 10 – 20 Personen
Inbegriffen: Flug, 6 Übernachtungen in einem 3 Stern Hotel,
HP, Fahrradmiete, Eintritte, ÖV
Infoveranstaltung: Sonntag, 8. März, 12 Uhr
Anmeldeschluss: 1. April 2020


Kulturreise Nizza – Freitag, 9. Oktober – 12. Oktober 

Kosten: ca. Fr. 750.- Basis Doppelzimmer, die Gruppengrösse bestimmt den Endpreis.
Reiseleitung: Gian Rudin
Gruppengrösse: mind. 15 Personen
Inbegriffen: Carfahrt, HP, 1 Mittagessen
Infoveranstaltung: Sonntag, 2. Februar, 12 Uhr
Anmeldeschluss: 1. Juni 2020

 


Hier ein paar Impressionen von vergangenen Reisen:

Kulturreise nach Dresden vom 20. bis 23. September 2019

Bericht eines Teilnehmers

Der Bus von Drusberg-Reisen stand schon frühzeitig vor der Kirche St. Josef und die fröhliche Reisegruppe hat Edi, den Buschauffeur, als alten Bekannten herzlich begrüsst. Die Vorfreude der Teilnehmer war spür- und sichtbar. Man hat sich auf die weite Reise nach Dresden, die Landeshauptstadt von Sachsen, vorbereitet. Unser Reiseführer Gian Rudin hat einen willkommenen Zwischenhalt eingeplant und zwar in Schweinfurt beim Museum Georg Schäfer. Hier staunten wir vor den Bildern von Carl Spitzweg. Es sind Bilder mit feinem Stimmungsgehalt aus der Biedermeierzeit.  Vielfach sind Sonderlinge ironisch dargestellt. Das ganze Museum ist zudem bezüglich Architektur sehr bemerkenswert.

Kurz bevor die Sonne uns verliess konnte noch das Nachtlager im Hotel bezogen werden. Am andern Morgen wurden wir von einer charmanten Stadtführerin empfangen. Diese zeigte uns die sehr grosse kulturelle Fülle im historischen Stadtteil von Dresden. Da ist das Meisterwerk barocker deutscher Baukunst, der sogenannte Zwinger. Beeindruckend in diesem Zwinger ist insbesondere die Galerie „Alte Meister“. Die „Sixtinische Madonna“, von Raffael ist eines der berühmtesten Gemälde der Welt. Die beiden pausbäckigen und geflügelten Engelchen mit den dunklen Locken und grossen Augen am unteren Bildrand sind weltweit bekannt. Ganz berühmte Gebäude sind in dieser Umgebung vor allem die Frauenkirche und die Semperoper. Die protestantische Frauenkirche, ein Zentralbau, 95 Meter hoch, 5-stöckig hat eine erschütternde Geschichte hinter sich. Kurz vor Kriegsende wurde Dresden und damit auch diese Kirche völlig zerbombt. Bis 1989 war diese Kirche noch ein Schutthaufen und Mahnmal. Der Wiederaufbau (Rekonstruktion) der Kirche begann mit Spendengeldern aus ganz Europa im Jahr 1994 und wurde 2005 wieder eingeweiht. Wir erlebten in dieser Kirche eine berührende Andacht mit Orgelkonzert sowie Erläuterungen zu dieser aussergewöhnlichen Kirche. Nach diesen fesselnden Erlebnissen war am nächsten Tag eine Auflockerung sehr willkommen. Der Reisebus führte uns in die Sächsische Schweiz, ein Sandsteingebirge mit riesigen Schluchten. Diese Landschaft ist sehr imposant und auch packend. Tiefe Schluchten und steile Felsen, eine Naturlandschaft wie ein Kunstwerk.

Andern Tags, am Sonntagmorgen begaben wir uns zum Gottesdienst in die Kathedrale St. Trinitatis. Ein besonderes Erlebnis war hier der Orgelklang. Die Orgel stammt aus dem Jahr 1755. Es ist das letzte und grösste Werk des berühmten Orgelbauers Gottfried Silbermann. Das nächste unvergessliche Erlebnis war am Abend die Ballettvorstellung „Giselle“ von Adolph Adam in der Semperoper, ein Ballett vom Feinsten. Man fühlte sich in einer andern Welt. Es ist fast nicht zu glauben, wie wunderschön die Tänzerinnen und Tänzer ihre Gefühle ausdrücken können. Hinzu kommt, dass die Ballettvorstellung auf einer Bühne von höchster baukünstlerischer Bedeutung stattgefunden hat. Dieses Opernhaus hat Gottfried Semper im Stil der Hochrenaissance entworfen. Es gehört zu den schönsten Musiktheatern Europas. Semper baute in Zürich die ETH und die Sternwarte sowie in Winterthur das Stadthaus.

Nach diesen intensiven Erlebnissen freuten wir uns auf eine lockere entspannte Heimfahrt. Gian Rudin hat aber für uns noch eine Überraschung eingeplant. In Zwickau besuchten wir das Geburtshaus von Robert Schumann. Hier erfuhren wir auch die Geschichte wie er seine Frau Clara Wieck, eine überragende Pianistin, kennen lernte und seinen Werdegang bis zu seinem tragischen Tode. Auf dem historischen Konzertflügel von Clara Schumann durften wir ein Privatkonzert auch mit Werken von Clara erleben.

Kulturreise nach Chartres vom 3. bis 6. Mai 2018

Cathedrale de Chartres

Kulturreise nach Mantua vom 16. bis 19. Juni 2017
Reisebericht eines Teilnehmersshutterstock_442199665

Am frühen Morgen trafen sich erwartungsvoll eine energiegeladene Reisegruppe vor der Kirche St. Josef. Freudig wurde der uns bereits bekannte und beliebte Fredy, der Chauffeur der Firma Drusberg, begrüsst.

Die Fahrt führte uns vorbei am Vierwaldstättersee und durch den Gotthard-Tunnel bis zur Raststätte kurz nach Airolo. Ein ungewöhnlich imposanter Raststättebau, des Tessiner Architekten Botta. Weitere markante Eindrücke waren die gewaltigen Brückenbauten in der Leventina und dann unser erstes Ziel „Brescia“, eine Stadt mit einem grossen Reichtum an Kulturschätzen aus der Antike bis ins Mittelalter. Wir liessen uns in der kurzen Aufenthaltszeit vom Domplatz mit dem alten und neuen Dom begeistern. Der runde alte Dom ist ein romanisches Bauwerk aus dem 11. Jahrhundert und der neue monumentale Bau aus dem 17. und teils 18. Jahrhundert. Die Weiterfahrt führte uns in die Nähe von Solferino, den Ort mit der furchtbaren Schlacht von 1859 mit 30’000 Kriegsopfern. Daraus ist aufgrund der Initiative von Henri Dunant das schweizerische Hilfswerk „Rotes Kreuz“ entstanden.

In Gedanken versunken näherten wir uns dem Reiseziel Mantua. Aus dem Lautsprecher im Bus erklang eine berühmte Szene aus der Opfer Rigoletto. Verdi hat Mantua als der Ort für die Handlung seiner Opfer ausgewählt, nachdem die Zensurbehörde Paris verboten hatte. In diesem Mantua logierten wir drei Nächte und genossen die südländische Fröhlichkeit. Vor unserem Hotel genoss man die Piazza Sordella mit dem Dom und der markanten Fassade des Palazzo Ducate. Der Restaurantbetrieb auf dieser prächtigen Piazza wurde für uns oft zum Treffpunkt von guten Gesprächen oder ganz einfach zum Verweilen und den Schwärmen von Mauerseglern zuzuschauen. Die frohgemute Umgebung der Italiener hat sich wohltuend ausgewirkt. Von diesem zentralen Ort aus nahmen wir an einer Stadtführung teil und genossen dabei ein wunderschönes Stadtflair sowohl innerhalb der mittelalterlichen Stadtmauer als auch ausserhalb auf einer herrlichen Schiffrundfahrt auf den drei Seen die Mantua umgeben. Eine wunderschöne Natur mit Schwänen, Störchen und mit Teppichen aus Lotusblüten.

Eindrücklich war der Sonntags-Gottesdienst im Dom von Cremona. Dieser Dom hat eine schöne, fast überladene Ausstattung. Sie zeugt von starker Religiosität. In diesem Dom sind Elemente grosser Epochen wie Romanik, Gotik und Renaissance vorhanden. Dann hat auch das Geigenmuseum mit bis zu 300 Jahre alten Instrumenten beeindruckt, vor allem die wertvollen Instrumente von Antonio Giacomo Stradivari, von Andrea von Nicolo Amati oder von Giuseppe Guarneri.

Gleichentags erwartete uns ein weiteres Ereignis, nämlich die Besichtigung der Villa Sant’Agata, dem Wohnhaus von Giuseppe Verdi mit der ausgedehnten Parkanlage, samt einem grossen Teich in Form eines Violinschlüssels. 50 Jahre lang lebte Verdi hier bis zu seinem Tod im Jahre 1901. Im Städtchen „Busseto“, das wir anschliessend besuchten, lebte Verdi nur wenige Jahre, aber es geherbergte dennoch ein Theater, das ausdrücklich Verdi gewidmet ist, das Teatro Verdi.

All diese Eindrücke waren stark und vielleicht auch da und dort fast zu viel. Leider musste ein Reisemitglied zur Abklärung ins Spital überführt werden. Da erlebten wir hautnah grosse Solidarität und Hilfsbereitschaft. Glücklicherweise gehörte auch Dr. Harold Seiler zu unserer Reisegesellschaft, was uns sehr beruhigte.

Die lange Heimfahrt, eigentlich ein Tagesausflug, vom Gardasee ins Vinschgau und über den Ofenpass nach Zernez und dann über den wunderschönen Flüelapass war einmalig. Die Fahrt war entspannend und dies vor allem auch dank dem Chauffeur Fredy Schlebert. Fredy ist inzwischen auf eine gute Art mit uns verbunden. Wir danken ihm sehr für das sichere und beruhigende Reisen.

Die Ereignisse während den 4 Tagen „miteinander unterwegs“ haben deutlich Spuren hinterlassen. Unser Pfarrer, Johann Kappeler, hat uns durch seine liebenswürdige und selbstverständliche Art ohne viele Worte das christliche Zusammenlegen bewusster gemacht.

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Pilgerweg / Bonifatius-Route von Frankfurt nach Fulda
20.-28. Mai 2017
Reisebericht eines Pilgers
Auch dieses Jahr hat sich eine kleine Gruppe von zehn Leuten aus St. Josef auf eine Pilgerwanderung begeben. Mit dem Zug fuhren wir am ersten Tag nach Frankfurt, von wo aus wir sofort losmarschierten. Vor der Wanderung gab es Impulse zum Heiligen Bonifatius, der als „Apostel der Deutschen“ gilt. Ohne seine Mission unter den heidnischen Germanen, die ihn schliesslich töteten, hätte sich das Christentum nördlich des Mains und östlich des Rheins wohl erst später verbreitet. Im Jahr 2004 wurde der Pilgerweg anlässlich des 1250. Todestages des Heiligen eröffnet. Dieser Weg folgt den Spuren des Trauerzuges, der den Leichnam des Heiligen im Sommer 754 von Mainz nach Fulda überführte. Die Wanderwege führen durch ländliche Gebiete im Bundesland Hessen. Unterwegs machten wir nette Begegnungen und die Anwohner waren sehr hilfsbereit. Da wir jede Nacht in einem anderen Dorf übernachteten, lernten wir viele Ortschaften kennen. Zudem erlebten wir Christi Himmelfahrt in Deutschland. Das Wetter spielte die ganze Zeit mit und wurde immer besser und heisser. So waren wir froh, als wir in Fulda ankamen und uns erholen konnten. Als Abschluss unserer Pilgerwanderung besuchten wir den Dom in Fulda, wo sich das Grab des Heiligen Bonifatius befindet. Müde aber zufrieden, fuhren wir mit dem Zug zurück nach Zürich.

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Bericht eines weiteren Teilnehmers.

 

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Eindrücke 2016

Pfingstweg / Treib – Stans – Flüeli
Samstag, 14. Mai bis Montag, 16. Mai 2016

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Am Pfingstsamstag waren wir bei strömendem Regen von Brunnen unterwegs nach Sachseln. In Niederrickenbach wurden wir mit einer heissen Kartoffel-Apfel-Suppe begrüsst, die uns aufwärmte. Am Sonntag und Montag war uns dann ein schöneres Wetterglück beschieden. Dies spielte jedoch nur eine zweitrangige Rolle, denn der Weg, die Gespräche und die eindrücklichen Erlebnisse werden uns in guter Erinnerung bleiben. Freuen wir uns schon jetzt auf die nächste Etappe an Pfingsten 2017.

Kulturreise 20. Mai – 23. Mai 2016
Unser Kulturreise führte uns von Colmar über Worms, Maria Laach, Köln und Aachen nach Trier. Eugen Rechsteiner hat für uns einen ausführlichen
Reisebericht verfasst.

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