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Impuls – Thomas der Zweifler, Sonntag, 7. Juli 11 Uhr

Kategorien: Aktuell,Allgemein

Pfarreizentrum, Sitzungszimmer 1

Am 3. Juli feiert die Kirche den Gedenktag des heiligen Apostels Thomas. Bekannt ist die Szene des Zweiflers: Die Augenzeugenberichte der anderen Jünger über die Auferstehung des Herrn scheinen ihm mehr fromme Einbildung als Wirklichkeit. Und so versichert er ihnen, erst zu glauben, wenn er seine Finger in die Wundmale Jesu legen kann. Auch der Begründer der neuzeitlichen Philosophie, René Descartes, hat den denkenden Zweifel zum Kriterium des Menschseins erklärt: Dubito, ergo sum, ich zweifle, also bin ich. Als Thomas dann wirklich den Finger in die Seitenwunde legen darf, bekennt er die Göttlichkeit Jesu Christi. Sein Missionseifer bringt ihn der Überlieferung gemäss bis nach Indien, wo sich heute noch Christen aus der syrisch-orthodoxen Tradition auf ihn berufen. Der Zweifel des Thomas scheint also ein wesentlicher Bestandteil seiner Glaubenserfahrung zu sein. Wie kann Zweifel meinen Glauben bereichern?

Gian Rudin, Pastoralassistent

Autor:Brigitte Kälin